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Reptilien - Phelsuma madagascariensis grandis

PHELSUMA MADAGASCARIENSIS GRANDIS

Phelsuma_madagascariensis_grandis_MD_S1005.jpg

  
                                                                

Name:  Lateinisch:Phelsuma madagascariensis grandis
 Deutsch: Grosser madagaskar Taggecko
   
Systematik:Klasse:  

Reptilia            

 Ordnung:

Squamata

 Familie:Gekkonidae
 Gattung:Phelsuma
 Art:Phelsuma madagascariensis
   
Erstbeschreibung:    Von:GRAY
 Jahr:1870
   
Grösse: bis 30cm (KRL bis 15cm)
 
Lebenserwartung:Bei guter Haltung ca.15 Jahre
 
   
Verbreitung: Nord-Madadagaskar
   weltkarte_grandis.gif
Lebensraum: Phelsuma mad. grandis ist hauptsächlich an Stämmen von Bäumen und an Blättern grösserer Pflanzen zu finden. Seltener sogar in Häusern anzutreffen.
  

   

 

HALTUNG IM TERRARIUM


Beleuchtung:Leuchtmittel: HQI-Strahler, Halogenstrahler und Leuchtstoffröhren
Wichtig ist ein Spotstrahler (Wärmespot) und eine UV-Lampe (zb. Leuchstoffröhre). Das Leuchtmittel mit UV-Anteil muss (bei Vollglasterrarien) zwingend im Terrarium sein. (UV wird vom Glas absorbiert)!
 Beleuchtungsdauer: ca. 12 Stunden / Winter: ca. 9 - 10 Stunden
   
Temperatur: Tag:25 – 30° C, punktuell unter einem Strahler ca. 40°C
Für Phelsuma madagascariensis grandis ist es wichtig das im Terrarium ein Temperaturgefälle entsteht, damit sich die Tiere immer in den für sie geeigneten Temperaturzonen aufhalten können.
 Nacht:18 - 20°C (Zimmertemperatur)
   
Luftfeuchtigkeit:Tag:40 – 60%
 Nacht:75%
   
Terrarium: 

Für ein Pärchen: 100x50x100cm

 
 EinrichtungFür Phelsuma madagascariensis grandis richtet man am besten ein halbfeuchtes Regenwaldterrarium ein.

Die Rück- und Seitenwände können mit Kork, Bambus ausgestattet werden oder sonstige glatte Flächen aufweisen.
Absolut zwingend in einem Terrarium für Phelsumen sind verschiedenste Bambusstangen und/oder entrindete Äste. Je mehr Äste und Bambus ins Terrarium eingebracht werden, desto mehr Bewegungsfreiheit haben die Tiere. Die Äste sollten Waagrecht, Senkrecht und diagonal angeordnet werden, solche die bis zum Boden kommen und solche die von den Phelsumen als Sonnenplätze genutzt werden können.
Natürlich dürfen diverse Pflanzen nicht fehlen, am besten eignen sich (auf Grund der Grösse der Tiere) Pflanzen mit grossen Blättern wie zb. Sansevieria, Calathea, Gummi- oder Drachenbaum. Aber auch feinere Arten wie Ficus benjamini, diverse kleinere Palmen, Bromelien, Farne und Moose bieten den Tieren Schattenplätze, Trinkstellen wie auch eine höhere Luftfeuchtigkeit.

Der Bodengrund kann aus verschiedenen Materialien bestehen wie zb. Blumenerde, Rindenmulch, Torf und Blähtonkügelchen.
Da die Geckos selten den Boden aufsuchen, spielt das eine eher untergeordnete Rolle.

Sinnvoll ist es den Tieren einen Wassernapf in erhöhter Position zu bieten, der täglich mit frischem Wasser gefüllt werden sollte. Sind genügend Bromelien im Terrarium angebracht, kann auf ein extra Trinkgefäss verzichtet werden. Dafür müssen die Bromelientrichter immer einen gewissen Wasserstand aufweisen.
Zusätzlich sollte sich immer ein Schälchen mit zerriebener Sepiaschale im Terrarium befinden, das den Tieren als zusätzliche Kalziumquelle dient.
   
Futter: 

Heimchen, Grillen, Schaben, Heuschrecken, Fliegen, Motten, Falter und Wiesenplankton.

Jungtiere bis sechs Monate werden in der Regel mit Insekten gefüttert die die Breite ihres Kopfes nicht überschreitet, Adulte Tiere hingegen fressen auch mal eine grosse Wanderheuschrecke. Die Futtertiere sollten vor dem verfüttern mit Vitaminen eingestäubt werden um Kalzium und Vitamin D3 Mangel vorzubeugen.

Pehlsuma madagascariensis grandis lecken sehr gerne Necktar, den Tieren kann einmal die Woche ein Schälchen mit Babyfrüchtebrei, extra Nektar für Phelsumen, Honig oder Joghurt angeboten werden. Die Geckos sind meistens so gierig nach süssem das sie nicht davor zurückschrecken den Süssstoff direkt vom Finger des Pflegers zu lecken. Nie zuviel geben, da es zur verfettung der Tiere führen kann!

   
Aggresivität:  Phelsuma madagascariensis grandis ist eigentlich ein sehr ruhiger Pflegling, sollte aber nur Pärchenweise gehalten werden, da die Männchen keine Konkurenz dulden. Einzig die Haltung von einem Männchen mit zwei Weibchen könnte funktionieren.
Gegenüber dem Pfleger sind die Tiere eher Scheu als Aggresiv.
   
Besonderheiten:  

 

Besonders an Phelsuma madagascariens grandis ist sicher die eindrückliche Grösse die die Tiere erreichen können wie auch die leuchtend grüne Farbe. Wie bei allen Phelsumen können die Tiere dank ihren Haftlamellen an den Füssen ohne Probleme an glatten Fläche wie zb. Glas laufen. Im Vergleich mit anderen Geckos wird der grosse Madagaskar Taggecko relativ zahm.
Es finden sich Berichte über eine mögliche freie Zimmerhaltung, da wir aber in diesem Fall keine eigenen Erfahrungen gesammelt haben, werden wir auf das Thema nicht weiter eingehen.

 

ZUCHT


 

Geschlechtsunterschied:

Die Geschlechter bei Phelsuma madagascariensis grandis können ab ca. acht Monaten relativ einfach unterschieden werden. Die Männchen werden deutlich grösser und vorallem kräftiger als die Weibchen, auch haben Männchen einen breiteren Kopf.

Deutlich sieht man den Geschlechtsunterschied wenn man die Unterseite zwischen den Hinterbeinen betrachtet. Männchen haben auffällig vergrösserte Femoralporen und die Hemipenistaschen heben sich als zwei Verdickungen an der Unterseite der Schwanzwurzel deutlich ab.

pgrandis_femoralporen.jpg

(gut sichbar die stark ausgeprägten Femoralporen beim Männchen)

Adulte Weibchen erkennt man an den Kalksäckchen am Hinterkopf. (solche Kalkspeicher werden von den Weibchen für die Produktion der Eier angelegt).

  

pgrandis_paerchen.jpg 

Weibchen / Männchen 

 

Paarung:Verhalten:

Ein harmonierendes Pärchen zu finden ist meistens das grösste Problem an der Zucht von Phelsuma madagascariensis grandis. Ist dieses gefunden, wird das Männchen ab Geschlechtsreife anfangen in der Nähe des Weibchens den Kopf zuckend zur Seite zu bewegen und dabei Laute auszustossen die an ein "gackern" erinnern.
In dieser Zeit zeigt sich das Männchen in seinen schönsten Farben.
Bei der Paarung verbeisst sich das Männchen heftig in der Nackenregion des Weibchens, was häufig zu recht groben Verletzungen bzw. Bisswunden führt. Diese verheilen aber in der Regel Problemlos von alleine.

In der Paarungszeit ist es notwendig den Weibchen konstant Zugang zu Kalzium (zb. in Form von Sepiaschale) zu gewährleisten, da sie diesen zur Produktion der Eier benötigt. Wird da nicht darauf geachtet wird das Weibchen den Kalk von den eigenen Knochen abbauen was zum Tod des Tieres führen kann.

Phelsuma madagascariensis grandis Weibchen legen in der Regel vier Wochen nach der Paarung zwei aneinander geklebte Eier ab (Doppelei), und lässt diese zwischen den Füssen austrocknen. Zur Ablage suchen sich die Weibchen meistens immer denselben Ort aus, bei uns waren diese immer im Endstück einer Bambusröhre.

Am besten überführt man die Eier in einen Inkubator, als Brutsubstrat ist Perlite dem sonst viel verwendeten Vermiculite vorzuziehen. Bei einer Inkubationstemperatur von 22 - 26°C schlüpfen ausschliesslich Weibchen, bei 28 - 32°C nur Männchen.Wählt man die Temperatur zwischen 26 - 28°C sollte es zu einem ausgeglichenen Geschlechterverhältnis führen. Eine Nachtabsenkung fördert die Gesundheit bzw. die Robustheit der Tiere. Es sollte zwei bis dreimal in der Woche leicht gesprüht werden. Nach ca. 50 - 70 Tagen schlüpfen die Jungtiere.

 Aufzucht der Jungtiere:Sind die Jungtiere geschlüpft können Sie, am besten gleich einzeln, in ein Aufzuchtterrarium überführt werden. Für die ersten Wochen reicht ein Terrarium von 20x20x40cm aus.
Die Haltungsparameter können identisch eingestellt werden wie bei ausgewachsenen Tieren.
Bereits zwei bis drei Tage nach dem Schlupf beginnen die kleinen Geckos zu fressen. Am Anfang kann mit grossen Drosophila (Drosophila hydei) gefüttert werden, später kann auf kleine Heimchen und Grillen umgestellt werden. Auch Fliegen (zb. Goldfliegen) werden sehr gerne angenommen und fördern die Bewegung der Jungtiere.
Es muss unbedingt darauf geachtet werden, das bei jeder Fütterung die Futtertiere mit Vitaminen bestäubt werden. Ansonsten (bei Kalcium Mangel) kann es zu Mangelerscheinungen zb. in Form von Rachitis kommen.

Die Aufzucht der Jungtiere ist eigentlich relativ Problemlos.
pgrandis_jungtier.jpg
   
Gelegegrösse:

ca. alle 4 - 5 Wochen ein Doppelei

pgrandis_eier.jpg

 
                           

Erstellungsdatum : 15.08.2007 @ 13:44
Letzte Änderung am : 23.08.2009 @ 21:34
Kategorie : Reptilien
Seite gelesen 6669 Mal


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Reaktionen auf diesen Artikel


Reaktion #1 

von Jockel am 27.07.2009 @ 20:53

Na das ist ja me ne sehr gut zu brauchende Anleitung^^

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