Etwa ein Monat nach der Winterruhe beginnen die Bartagamen mit den Paarungsaktivitäten, gut zu erkennen am stark ausgeprägten Terretorialverhalten des Männchens. Das Weibchen antwortet darauf meistens mit "winken" oder mit verhaltenem nicken. Bei der Paarung setzt das Männchen zu einem Paarungsbiss im Nackenbereich an, dies kann sehr brutal aussehen und verursacht auch teilweise verletzungen beim Weibchen. Diese verheilen in der Regel aber sehr schnell wieder aus. Die eigentliche Paarung dauert nur ca. eine Minute. In der Paarungszeit ist es notwendig den Weibchen konstant Zugang zu Kalzium (zb. in Form von Sepiaschale) zu gewährleisten, da sie diesen zur Produktion der Eier benötigt. Wird da nicht darauf geachtet wird das Weibchen den Kalk von den eigenen Knochen abbauen was zum Tod des Tieres führen kann. Das Weibchen legt die Eier nach ca. vier bis sechswöchiger Tragezeit in der Erde ab. Es wird überall nach dem besten Brutplatz gegraben, dafür ist es zwingend notwendig dem Weibchen eine Stelle mit mindestens 15-20cm Substrat zur Verfügung zu stellen. Nach der Eiablage ist das Weibchen geschwächt und sollte mit Nahrung und Wasser versorgt werden. Am besten überführt man die Eier in einen Inkubator, als Brutsubstrat kann Perlite oder Vermiculite verwendet werden. Bei einer Inkubationstemperatur von 26 - 29°C. Eine Nachtabsenkung um 3 - 6°C fördert die Gesundheit bzw. die Robustheit der Tiere. Es sollte zwei bis dreimal in der Woche leicht gesprüht werden. Nach ca. 50 - 70 Tagen schlüpfen die Jungtiere.
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