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Reptiles - Pogona vitticeps

POGONA VITTICEPS  

Pogona_vitticeps_MD_intro.jpg

  
                                                                

Name:  Lateinisch:Pogona vitticeps
 Deutsch: Streifenköpfige Bartagame
   
Systematik:Klasse:  

Reptilia            

 Ordnung:

Squamata

 Familie:Agamidae
 Gattung:Pogona
 Art:Vitticeps
   
Erstbeschreibung:    Von:AHL
 Jahr:1926
   
Grösse: ca. 50cm
 
Lebenserwartung:Bei guter Haltung 15 Jahre
 
   
Verbreitung: Australien
  pogona_weltkarte.jpg
Lebensraum: Pogona vitticeps bewohnt Steppen- und Halbwüstengebiete in Zentral Australien.
  

   

 

HALTUNG IM TERRARIUM


Beleuchtung:Leuchtmittel: Terrarien für Bartagamen sollten gut ausgelichtet sein, an der Beleuchtung sollte also nicht gespart werden. Minimum eine Wärmelampe zb. HQI-Strahler mit einer guten Lichtfülle und als ergänzung 1-2 Leuchtstoffröhren von 36W. Unter dem Wärmespot, der eingerichtet werden muss, sollten bis zu 45° C erreicht werden. Wichtig ist eine UV Lampe (ca. 160W) zu installieren um den Tieren die Eigenproduktion von Vitamin D3 zu gewährleisten.
 Beleuchtungsdauer: ca. 12 Stunden
   
Temperatur: Tag:Es sollte ein Temperaturgefälle von 25 - 40°C im Terrarium gewährleistet werden.
 Nacht:ca. 20-25°C
   
Luftfeuchtigkeit:Tag:30 - 40%
 Nacht:50 - 60%
   
Terrarium: 

Für Bartagamen empfehlen sich Glasterrarien sowie Holzterrarien mit Schiebescheiben. Die Mindestgrösse liegt für ein ausgewachsenes Pärchen bei 150x80x80cm, umso grösser desto besser.

 
 Einrichtung:

Als Bodengrund wird am besten Sand verwendet oder auch ein Sand/Erde gemisch. Es müssen Kletter- sowie Versteckmöglichkeiten geboten werden. Mit Ästen, Wurzeln und Steinen können zahlreiche Strukturelemente geboten werden aber auch darauf achten das genug freie Fläche vorhanden bleibt. Eine gut Strukturierte Rückwand sowie kräftige Kletteräste werden gerne aufgessucht. Eine Wasserstelle ist zwingend notwendig. Für weibliche Tiere ist es wichtig das diese zur Eiablage im Terrarium graben können! Pflanzen sind nicht unbedingt notwendig, vorsicht mit echten Pflanzen da die auch gerne mal gefressen werden. Allenfalls Plastikpflanzen verwenden.

Wenn möglich darauf achten das die Lüftungsfläche in der Frontpartie senkrecht und nicht waagrecht angeordnet werden kann. Bei waagrechten Lochblechflächen ist immer die Gefahr das die Tiere mit ihren Krallen hängenbleiben und sich allenfalls verletzen.

   
Futter: 

Bartagamen müssen omnivor ernährt werden, d.h. mit pflanzlichem sowie tierischem Futter. Pflanzliches Futter sollte bei Möglichkeit täglich und tierisches Futter ca. dreimal pro Woche gefuttert werden.

Pflanzliches Futter: Salat, Früchte, Blüten, Blätter

Tierisches Futter: Heuschrecken, Heimchen, Schaben, usw

Wichtig ist das Bartagamen mit zusätzlichen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt werden. Dies kann zb. mittels einstäuben von Futtertieren mit Vitamin-Mineralstoff-Präparaten ersfolgen.

   
Aggresivität:  

Bartagamen sind untereinander höchstens während der Paarungszeit aggresiv. Bei genügend Fläche pro Tier sollten Revierkämpfe nur selten auftreten.

   
Besonderheiten:  

 

Pogona vitticeps kann als Anfänger-Echse bezeichnet werden.

Wenn Bartagamen (vor allem Männchen) ihre Überlegenheit demonstrieren stellen sie ihren "Bart" und färben diesen meistens dunkel, dabei nicken sie heftig mit dem Kopf. Auch beim Balzverhalten kann dies häufig beobachtet werden.

Bartagamen legen einen Winterschlaf ein, dies ist mehr eine Ruheperiode die meistens zwei Monate ohne jegliche Beleuchtung dauert. Diese Periode sollte alljährlich langsam eingeführt werden über die Steuerung der Zeitschaltuhr. In der Ruhezeit kommen die Tiere ohne oder nur sehr wenig Futter aus. Wasser sollte aber immer zur Verfügung stehen.

 

ZUCHT

 


 

Geschlechtsunterschied:

Deutlich sieht man den Geschlechtsunterschied bei Pogona vitticeps wenn man die Unterseite zwischen den Hinterbeinen betrachtet. Männchen haben auffällig vergrösserte Femoralporen und die Hemipenistaschen heben sich als zwei Verdickungen an der Unterseite der Schwanzwurzel deutlich ab. Bei Männchen fällt gegenüber den Weibchen der deutlich breitere und grössere Kopf auf.

  

pogona_paerchen.jpg  

Weibchen und Männchen

 

Paarung:Verhalten:

Etwa ein Monat nach der Winterruhe beginnen die Bartagamen mit den Paarungsaktivitäten, gut zu erkennen am stark ausgeprägten Terretorialverhalten des Männchens. Das Weibchen antwortet darauf meistens mit "winken" oder mit verhaltenem nicken. Bei der Paarung setzt das Männchen zu einem Paarungsbiss im Nackenbereich an, dies kann sehr brutal aussehen und verursacht auch teilweise verletzungen beim Weibchen. Diese verheilen in der Regel aber sehr schnell wieder aus. Die eigentliche Paarung dauert nur ca. eine Minute.

In der Paarungszeit ist es notwendig den Weibchen konstant Zugang zu Kalzium (zb. in Form von Sepiaschale) zu gewährleisten, da sie diesen zur Produktion der Eier benötigt. Wird da nicht darauf geachtet wird das Weibchen den Kalk von den eigenen Knochen abbauen was zum Tod des Tieres führen kann.

Das Weibchen legt die Eier nach ca. vier bis sechswöchiger Tragezeit in der Erde ab. Es wird überall nach dem besten Brutplatz gegraben, dafür ist es zwingend notwendig dem Weibchen eine Stelle mit mindestens 15-20cm Substrat zur Verfügung zu stellen. Nach der Eiablage ist das Weibchen geschwächt und sollte mit Nahrung und Wasser versorgt werden. 

Am besten überführt man die Eier in einen Inkubator, als Brutsubstrat kann Perlite oder Vermiculite verwendet werden. Bei einer Inkubationstemperatur von 26 - 29°C.  Eine Nachtabsenkung  um 3 - 6°C fördert die Gesundheit bzw. die Robustheit der Tiere. Es sollte zwei bis dreimal in der Woche leicht gesprüht werden. Nach ca. 50 - 70 Tagen schlüpfen die Jungtiere.

  pogona_ablage1.jpg pogona_ablage2.jpg
Gelegegrösse:pro Ablage 20 - 30 Eier.
 
 
                           

Date de création : 14.08.2007 @ 17:13
Dernière modification : 23.08.2009 @ 21:40
Catégorie : Reptiles
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